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CO2 - Strahlreinigung / Trockeneisverfahren

CO2 (Kohlendioxid) ist ein nicht brennbares, nicht giftiges Gas.

Das reiskornförmige CO2-Granulat (Durchmesser ca. 3 mm) weist eine Härte von 2 mohs (vglb. Gips) und eine Temperatur von -78°C auf.

Verfahrensbeschreibung

Der Druckluftstrom in der Strahlpistole erzeugt einen Unterdruck. Aus dem Vorratsbehälter der Anlage wird das Granulat in die angesaugte Luft eindosiert. Im Saugschlauch wird das Granulat schonend zur Strahlpistole gefördert und in der Strahldüse stark beschleunigt.

Durch das auftreffende -78°C kalte CO2 und den Kaltluftstrom aus der Düse (ca. -40°C) kühlt die Verunreinigung und die Oberfläche des Trägermaterials punktuell ab. Der Belag versprödet und verliert seine Elastizität. Durch die kinetische Energie beim Aufprall wandelt sich das feste CO2-Granulat vollständig in kleinste Partikel um und geht unmittelbar in die Gasphase über (Sublimation).

Die hiermit verbundene Volumenvergrößerung und die Aufschlagenergie der Pellets tragen den Belag, dessen Verbund mit dem Untergrund bereits durch thermische Spannungen gelockert ist, ab. Die abgestrahlte Substanz kann ohne Strahlmittelrückstände aufgefangen werden.

Wie funktioniert die Trockeneisreinigung in einem Abluftkanal?

Ein Kompressor wird außerhalb des Gebäudes in Betrieb genommen. Er wird mit dem Trockeneis-System und dem Kanal-Roboter verbunden. Dies kann bis zu einer Entfernung von 120 m ohne Probleme durchgeführt werden. Als Luftmenge wird mind. 6 m²/min. bei einem Druck von mind. 7 bar benötigt.

Der Kanal-Roboter wird an einem Ende des Abluftkanals positioniert. Kontrollierte Arbeit des Roboters ist gewährleistet durch ein Kamerasystem und durch das Control-Panel welches durch ein Kabel mit dem Roboter verbunden ist.

Vorne ist eine Strahldüse angebracht, die kontinuierlich in einer 360°-Drehung das Trockeneis senkrecht auf die Kanalwand strahlt. Sobald das Trockeneis auf die belastete Oberfläche des Kanals trifft, wird diese gereinigt.

Am anderen Ende des Kanals werden die von der Oberfläche abgelösten Fett- oder Staubbestandteile durch den Unterdruck einer Staubfalle abgesaugt.

Vorteile der Trockeneisreinigung

  • Kein Einsatz von Wasser oder chemischen Mitteln
  • Schonende Reinigung empfindlicher Oberflächen
  • Keine Strahlmittelrückstände
  • Nicht-abrasive Strahlmittel
  • Verringerung von Stillstandszeiten

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